Vorstand
Unser Dirigent
Valentin Dreifuss
Valentin hat eine breite Ausbildung als Cellist, Chorleiter und Komponist. Er erhielt seine Dirigentenausbildung an der Hochschule der Künste Bern (bei Dominique Roggen) und im Masterstudium Chorleitung an der Hochschule für Musik Basel bei Raphael Immoos. Hier belegte er auch Kurse im Orchesterdirigieren bei Rodolfo Fischer. Valentin hat langjährige Erfahrung als Leiter verschiedener Chöre und Ensembles.
Weiter ist er als freischaffender Komponist und Arrangeur tätig. So arrangierte er für die Neujahrskonzerte 2026 Klavierlieder von Fanny Hensel und eine Liederreihe von Clara und Robert Schumann für das Seniorenorchester Muri Gümligen.
Seit 2022 ist Valentin unser hochgeschätzter Dirigent.
Unsere Konzertmeisterin
Susanne Isenberg
Als junge, aufstrebende Violinistin aus Österreich sammelte sie bereits vielseitige Erfahrungen in Kammermusikformationen sowie in renommierten internationalen Jugendorchestern, darunter im Slowakischen, Wiener, Schweizer und Luxemburger Jugendorchester. Mit ihrem 2019 gegründeten Duo Le Duo Solstice konzertierte sie bereits an verschiedenen Orten in der Schweiz sowie in Paris. Im Jahr 2021 schloss sie ihren Bachelor an der Haute École de Musique – Site de Sion ab. Im Juni 2024 absolvierte sie ihr Masterstudium in Musikpädagogik mit Auszeichnung. Aktuell setzt sie ihre Ausbildung mit einem weiteren Masterstudium im Fach Performance an der Hochschule Luzern fort, wo sie bei Isabelle van Keulen studiert.
Neben ihrer musikalischen Tätigkeit widmet sich Susanne auch der Fotografie. Sie ist nicht nur auf der Bühne aktiv, sondern hält Konzerte auch aus der Perspektive der Kamera fest.
Gründung & Jahresberichte
Geschichte
Das Senioren-Orchester Muri-Gümligen hat seinen Ursprung in den späten 1990er-Jahren in einer Gruppierung von (meist pensionierten) Laienmusikern rund um Ueli Wenger (Cello). Die Gruppe umfasste sowohl Streicher als auch Bläser und pflegte ihr Zusammenspiel zunächst ganz im privaten Rahmen. Ab 2002 wurde die Gruppe im Rahmen der Altersnachmittage von der Kirchgemeinde Muri- Gümligen betreut und durfte somit für ihre Proben einen Saal zunächst im Thoracherhaus, später im Kirchgemeindehaus benützen. Im Jahr 2009 übernahm der ehemalige Münsterpfarrer Martin Hubacher die Obhut über die Gruppe, welche er sowohl leitete als auch mit Noten versorgte – die finanzielle Betreuung wurde durch die Kirchgemeinde wahrgenommen. Konzertmeisterin war anfangs Andrea Bachmann, Enkelin von M. Hubacher – ihre Aufgabe übernahm später die Berufsmusikerin Charlotte Kreuzer.
Nach Jahren des privaten Musizierens spielte die Gruppe das erste Mal in der Kirche Gümligen öffentlich – auf der Empore, geschützt vor den Blicken der Kirchenbesucher – ein Orgelkonzert von G. F. Händel mit dem damaligen Organisten. Nach und nach folgten weitere Auftritte, im Calvinhaus, im Altersheim Viererfeld, im Multengut und auch wieder in Kirchen der Gegend. Gleichzeitig wandelte sich die ursprüngliche Kammermusik-Gruppe zunehmend zu einem veritablen Orchester.
Im Jahr 2018 zog sich Pfr. Hubacher altershalber zurück. Die Orchesterleitung übernahm zunächst Loic Béra (siehe «Erinnerungen» unten), der gerade sein Dirigenten-Examen zu bestehen hatte, und später Jürg Zahn, ein Berner Geiger. Die Kirchgemeinde Muri-Gümligen betreute das Orchester weiterhin in finanziellen und organisatorischen Belangen.
Nach den Corona-Jahren und damit verbundenen organisatorischen Wirren im Umfeld beschloss das Orchester Ende 2022, sich offiziell als selbständiger Verein zu konstituieren. Im selben Jahr konnte auch der Berufsmusiker Valentin Dreifuss als Dirigent gewonnen werden. Heute gastiert das Orchester regelmässig in Alters- und Pflegeheimen und leistet so einen aktiven Beitrag zur Altersbetreuung. Zudem gibt das Orchester ein- bis zweimal im Jahr öffentliche Konzerte in der Region Bern, in denen oft auch externe oder interne Solisten auftreten. –
Hinweise für Ergänzungen und Korrekturen nimmt gerne entgegen: Dieter Profos, Präsident
Erinnerungen von Loïc Bera
«Es machte mir grossen Spass, hier in Muri mit den musikbegeisterten Seniorinnen und Senioren neue Entdeckungen zu machen», besinnt sich unser früherer Dirigent, Loïc Bera. Es sei eine Herausforderung, mit einer Gruppe zu arbeiten, die bisher nur alle zwei Wochen geprobt und solange an einzelnen Stellen gefeilt hätten, bis Töne und Zusammenspiel einigermassen gepasst haben und weiter: «Mir war es wichtig, dass ich als Profi etwas von meinem Wissen über Musik und Pädagogik an sie so weitergeben konnte, dass sie sich selber weiterentwickeln können.» Dazu gehöre das gute Zuhören, das Zählen und das Taktgefühl. «Ich spürte, dass sie da mitgehen wollten.»